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BESTATTUNGSARTEN

Hat der Verstorbene zu Lebzeiten vorgesorgt und eine formgerechte Willenserklärung über eine gewünschte Bestattungsart hinterlassen, so sollten sich die Angehörigen daran halten. Andernfalls wird davon ausgegangen, dass die Hinterbliebenen die Wünsche, Vorstellungen und Art der Bestattung im Sinne des Verstorbenen regeln. Die Reihenfolge der Hinterbliebenen als Entscheidungsberechtigte ist vom Gesetzgeber festgelegt:

1. Ehegatte
2. Kinder
3. Ehegatten der Kinder
4. Verwandte, Verlobte, Lebenspartner


Erdbestattung:
Der Körper des Verstorbenen wird in einem Sarg der Erde zurückgegeben. Gesetzlich ist die Sargpflicht in Deutschland vorgeschrieben. Sie können grundsätzlich zwischen Wahlgrab oder Reihengrab entscheiden. Bei einem Wahlgrab können die Lage und die Größe nach Vorgabe der Friedhofssatzung bestimmt werden. Bei einem Reihengrab ist dies nicht möglich, da hier immer nach der Reihe bestattet werden muss. Der Erwerb des Nutzungsrechtes an einer oder mehreren Wahlgrabstätten ist zeitlich begrenzt, kann jedoch verlängert werden. Die Erdbestattung bedarf keiner besonderen Willenserklärung.

Feuerbestattung:
Bei der Feuerbestattung wird der Körper des Verstorbenen eingeäschert und mit einer Urne in einer Urnengrabstätte auf einem Friedhof beigesetzt. Ein Sarg ist auch bei der Feuerbestattung grundsätzlich notwendig und gesetzlich vorgeschrieben. Der Verstorbene muss zu Lebzeiten den Wunsch zur Feuerbestattung geäußert haben, dazu sollte seine handschriftliche Willenserklärung vorliegen. Dies ist wiederum eine gesetzl. Regelung durch das Feuerbestattungsgesetz. Oft fehlt eine solche Erklärung, in diesem Fall können die nächsten Angehörigen den Willen des Verstorbenen, wenn er diesen zu Lebzeiten äußerte, schriftlich bekunden.

Es kann eine Trauerfeier mit Sarg vor der Einäscherung stattfinden. Die Urne wird oftmals zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis beigesetzt. Alternativ hierzu kann auch eine Urnentrauerfeier durchgeführt werden, diese findet nach der Einäscherung statt und ähnelt einer Erdbestattung.

Seebestattung:
Auch bei der Seebestattung erfolgt zunächst die Kremation. Anschließend wird die Urne dem Meer übergeben. Die Angehörigen erhalten eine Seekarte mit den genauen Angaben. Es besteht die Möglichkeit, dass die Seeurne mit oder ohne Ihre Anwesenheit beigesetzt wird. Es gelten die gleichen Voraussetzungen wie bei der Feuerbestattung. Weiterhin muss eine besondere Beziehung des Verstorbenen zur See nachgewiesen werden. Wir sind bei der Formulierung hierfür gerne behilflich. Ebenso bei der Beschaffung der notwendigen behördlichen Genehmigungen.

Friedwaldbestattung / Baumbestattung:
Nach der Einäscherung wird die Asche des Verstorbenen in einer biologisch abbaubaren Urnenkapsel an den Wurzeln eines Baumes beigesetzt. Der Baum ist Grab und Grabmahl, er nimmt die Asche mit seinen Wurzeln auf, als Sinnbild des Lebens über den Tod hinaus. Die Grabpflege übernimmt die Natur. Ein Friedwald ist Teil eines natürlichen Waldes. Als Begräbnisplatz ist er von außen nicht erkennbar. Eine Friedwald-Baumbestattung zu planen und in die Wege zu leiten ist einfach und unkompliziert.

Anonyme Bestattung:
Urnenbestattung in einer einheitlich gestalteten Rasenfläche ohne Kennzeichnung der einzelnen Grabstelle. Anonyme Erdbestattungen sind möglich, wenn die zuständige Friedhofsverwaltung hierfür ein Grabfeld stellt. Zeitpunkt und Ort der Beisetzung werden vom Friedhofsamt bestimmt und den Angehörigen nicht mitgeteilt.

 
 
 © Heßling & Klaczynski 2008